Viele Menschen verlieren den Kontakt zu ihrem Lebenssinn nicht plötzlich, sondern schrittweise. Der Alltag fordert, Erwartungen müssen erfüllt werden, Verantwortung wird übernommen. Oft funktioniert man jahrelang, ohne innezuhalten. Karriere, Familie, Verpflichtungen – all das kann erfüllend sein, aber auch dazu führen, dass eigene Bedürfnisse immer weiter in den Hintergrund rücken.
Wenn dann äußere Strukturen wegfallen oder sich verändern, etwa durch den Auszug der Kinder, einen Jobverlust, Krankheit oder das Älterwerden, entsteht plötzlich Raum. Und in diesem Raum taucht die Frage auf, die vorher keinen Platz hatte: Wofür bin ich eigentlich da? Was gibt meinem Leben Bedeutung?
Lebenssinn finden ist deshalb häufig eng verbunden mit Übergangsphasen im Leben. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von innerem Wachstum, wenn Du beginnst, Dir diese Fragen zu stellen.